Das linkshändige Kind

Schreibenlernen in der ersten Grundschulklasse

Zu Beginn der ersten Grundschulklasse wird das linkshändige Kind in den meisten Fällen mit den ersten komplizierten und anspruchsvollen Situationen konfrontiert. Hierbei stellt das Schreibenlernen als primäres Lernziel in der Schule zunächst das Hauptproblem dar. Auf den Pädagogen kommt nun eine große Betreuungsaufgabe in diesem Bereich zu. Um eine richtige psychologische und methodische Einführung zu gewährleisten, muss der Erzieher in jedem Fall über ein entsprechendes Basiswissen über das Phänomen der Linkshändigkeit verfügen. Eine Absprache mit den Eltern ist dabei unbedingt erforderlich, insbesondere um eine einheitliche methodische Vorgehensweise beim Schreibenlernen konsequent durchführen zu können und das Kind nicht unnötig in Verwirrung zu versetzen und Unsicherheit hervorzurufen.

Es gibt keinen sinnvollen Grund, das linkshändige Kind mit seiner ungeschickteren rechten Hand schreiben zu lassen. Nach Untersuchungen  und aufgrund meiner eigenen Erfahrungen kann das Kind bei entsprechenden kleinen Hilfestellungen durch Lehrer und Eltern einen ebenso sauberen, flüssigen und leserlichen Schriftzug entwerfen wie seine rechtshändigen Mitschüler, auch ohne dass die Buchstaben verdeckt oder verschmiert werden. Eben davon müssen die Eltern in erster Linie überzeugt werden.

Man sollte jedoch – gerade als Lehrer – darauf achten, dass man dem linkshändigen Kind keine übertriebene Aufmerksamkeit und Betreuung zukommen lässt. Ansonsten kann sich bei ihm und bei seinen Mitschülern das Gefühl der Ausnahme herausbilden und die Meinung entstehen, dass es sich bei der Linkshändigkeit um etwas Besonderes handle, was schließlich nicht zutrifft.

Hier ein paar Tipps, auf die man von vornherein achten sollte: